Webdesign

Website erstellen lassen: Kosten & Preise 2026

Was eine professionelle Website wirklich kostet – mit Preisspannen nach Umfang, Folgekosten, versteckten Posten und einer ehrlichen Einordnung, wann welcher Anbieter passt.

Kurz gefasst

  • Vergleichen Sie Angebote anhand von Seitenumfang, Design, Inhalten und Funktionen.
  • Fragen Sie, welche Kosten einmalig anfallen und was nach dem Start monatlich oder jährlich dazukommt.
  • Lassen Sie Lieferung, Korrekturen, Zugang und Pflege im Angebot eindeutig benennen.

Warum es keine einfache Antwort gibt – und trotzdem klare Spannen

„Was kostet eine Website?" ist wie „Was kostet ein Auto?". Die Antwort hängt davon ab, was drin sein soll. Trotzdem lässt sich der Markt gut in Kategorien einteilen. Die folgenden Spannen sind Netto-Werte für den deutschen Markt und entsprechen dem, was wir in Angeboten und Kundengesprächen im Raum Bonn/Köln regelmäßig sehen. Sie sind Orientierung, keine verbindlichen Preise anderer Anbieter.

KategorieTypische Preisspanne (netto)Was Sie dafür bekommenFür wen
Baukasten in Eigenarbeit0–300 € plus Ihre ZeitVorlage, selbst befülltVereine, Nebenerwerb, Test
OnePager vom Profi1.200–2.500 €Eine Seite, individuell gestaltet, mobil optimiertEinzelunternehmer, klares Einzelangebot
Firmenwebsite (5–10 Seiten)2.500–6.000 €Mehrere Leistungsseiten, Kontaktstrecke, SEO-GrundlagenDie meisten KMU
Umfangreiche Website (15–30 Seiten)6.000–15.000 €Regionalseiten, Blog, Konfiguratoren, RedaktionssystemWachstumsorientierte Betriebe
Shop oder Individualsoftwareab 10.000 €Warenwirtschaft, Zahlung, SchnittstellenHandel, Plattformen

Wichtig: Ein Angebot über 900 € und eines über 5.000 € beschreiben in der Regel nicht dieselbe Leistung. Der Unterschied liegt fast immer in Textarbeit, Fotografie, Struktur und Beratung – nicht darin, „wie schön" es am Ende aussieht.

Woraus sich der Preis tatsächlich zusammensetzt

Der übliche Denkfehler: Man glaubt, man bezahlt Design. Tatsächlich verteilen sich die Stunden in unseren Projekten etwa so:

PostenAnteil am AufwandWas dahintersteckt
Konzept und Struktur15–20 %Zielgruppe, Seitenplan, Suchbegriffe, Nutzerführung
Texte20–30 %Der mit Abstand meistunterschätzte Posten
Design15–20 %Layout, Bildsprache, mobile Darstellung
Umsetzung25–30 %Programmierung, Formulare, Technik, Rechtstexte einbinden
Tests und Feinschliff10–15 %Geräte, Ladezeit, Barrierefreiheit, Korrekturschleifen

Daraus folgt eine praktische Erkenntnis: Wenn Sie Texte und Bilder selbst liefern können, sparen Sie real Geld – oft 15 bis 25 % der Angebotssumme. Wenn Sie das zusagen und dann doch nicht liefern, verzögert sich das Projekt genau an dieser Stelle. Das ist in der Praxis der häufigste Grund für gescheiterte Zeitpläne.

Die laufenden Kosten, die im Angebot oft fehlen

Eine Website ist kein einmaliger Kauf, sondern hat Betriebskosten. Realistische Jahreswerte:

PostenPro Jahr (netto)Anmerkung
Domain10–30 €.de-Domain, je nach Registrar
Hosting60–300 €Statische Sites günstiger, WordPress teurer
SSL-Zertifikat0 ۆber Let's Encrypt bei praktisch jedem Hoster kostenlos
Wartung und Updates0–600 €Bei WordPress zwingend, bei statischen Sites minimal
Inhaltspflegenach AufwandNeue Seiten, Preise, Referenzen
Cookie- oder Consent-Tool0–150 €Nur nötig, wenn Sie einwilligungspflichtige Dienste einsetzen

Für eine typische KMU-Website landen Sie bei 150 bis 500 € pro Jahr. Wer das nicht einplant, hat nach zwei Jahren eine veraltete Website mit offenen Sicherheitslücken – der häufigste Grund für einen vorzeitigen und teuren Relaunch.

Die fünf häufigsten Kostenfallen

1. „Inklusive SEO" Steht in fast jedem Angebot und bedeutet meist: Titles und Beschreibungen werden gepflegt. Das ist SEO-Grundhygiene, keine Suchmaschinenoptimierung. Fragen Sie konkret nach, welche Leistungen gemeint sind.

2. Keine Definition von „Korrekturschleife" Zwei Schleifen klingt großzügig, bis klar wird, dass jede Änderung nach Freigabe einzeln abgerechnet wird. Lassen Sie festhalten, was eine Schleife umfasst und was danach kostet.

3. Bilder Stockbilder sind lizenzpflichtig. Wenn niemand geklärt hat, wer die Lizenz besitzt, kann das im Streitfall teuer werden. Ein professionelles Fotoshooting kostet je nach Umfang meist 400 bis 1.500 € – ist aber der sichtbarste Qualitätsunterschied gegenüber der Konkurrenz.

4. Rechtstexte Impressum, Datenschutzerklärung und – bei Verbrauchergeschäft – Widerrufsbelehrung sind Pflicht. Agenturen dürfen sie technisch einbinden, aber keine Rechtsberatung leisten. Kalkulieren Sie einen Generator (ab ca. 10 € pro Monat) oder anwaltliche Prüfung ein.

5. Eigentum an Website und Domain Klären Sie schriftlich, wem Domain, Quellcode und Zugänge nach Projektende gehören. Wenn die Domain auf die Agentur läuft, wird ein späterer Wechsel unangenehm. Wir übertragen Domains und Zugänge grundsätzlich auf den Kunden.

Baukasten, Freelancer oder Agentur – ehrlicher Vergleich

KriteriumBaukastenFreelancerAgentur
Einstiegspreissehr niedrigmittelhöher
Ihr Zeitaufwandsehr hochmittelniedrig
Individualitätbegrenzthochhoch
Verfügbarkeit bei Ausfall–Risikoabgesichert
SEO-TiefeBasisabhängig von Personmeist systematisch
Sinnvoll wennBudget unter 500 €, Zeit vorhandenklarer Umfang, Sie können mitarbeitenWebsite soll Anfragen bringen

Unsere ehrliche Einschätzung: Wenn Ihre Website nur eine digitale Visitenkarte sein soll und Sie technisch fit sind, ist ein Baukasten in Ordnung. Sobald die Website Anfragen erzeugen soll, rechnet sich professionelle Arbeit meist ab dem ersten gewonnenen Auftrag – bei einem durchschnittlichen Auftragswert von 2.000 € reicht ein einziger zusätzlicher Kunde, um einen OnePager zu refinanzieren.

Ausführlicher haben wir das hier verglichen: Website erstellen lassen oder selbst machen?

Wie ein seriöses Angebot aussieht

Fordern Sie diese sieben Punkte schriftlich an – sie trennen belastbare Angebote von Überraschungspaketen:

  1. Seitenanzahl und welche Seiten konkret gemeint sind
  2. Wer Texte liefert und wer Bilder besorgt
  3. Anzahl und Umfang der Korrekturschleifen
  4. Technische Basis – Baukasten, WordPress oder individuelle Umsetzung
  5. Was nach Übergabe passiert – Wartung, Support, Reaktionszeiten
  6. Laufende Kosten pro Jahr, aufgeschlüsselt
  7. Rechte und Zugänge – wem gehört was nach Projektende

Wenn ein Anbieter bei Punkt 7 ausweicht, ist das ein Warnsignal.

Unsere Preise – zur Einordnung

Wir arbeiten mit Festpreisen, damit Sie vor Projektstart wissen, was am Ende auf der Rechnung steht:

PaketPreis (netto)Passend für
Starter (OnePager)ab 1.299 €Einzelunternehmer, ein klares Angebot
Basicab 2.499 €Mehrseitige Firmenwebsite
Standardab 3.999 €Mehrere Leistungen, Blog, SEO-Struktur
Premiumab 7.499 €Umfangreiche Sites mit Regionalseiten

Hosting und Betrieb starten bei 120 € pro Jahr. Die Zahlung läuft standardmäßig in zwei Raten: 50 % bei Auftragserteilung, 50 % nach Abnahme. Eine detaillierte Kalkulation für Ihren Fall bekommen Sie in zwei Minuten über unseren Website-Kosten-Rechner oder in der Preisübersicht.

Weiterführende Inhalte

Hinweis: Alle genannten Preise sind Nettobeträge und Marktbeobachtungen mit Stand 2026. Sie ersetzen keine individuelle Kalkulation. Aussagen zu Impressum, Datenschutz und Widerrufsrecht sind allgemeine Hinweise und keine Rechtsberatung.

Tipp: Mit unserem Website-Kosten-Rechner erhalten Sie in zwei Minuten eine Budget-Einschätzung für Ihr Projekt – und im Marktüberblick Webdesign-Preise NRW 2026 sehen Sie die üblichen Preisbandbreiten der Region.