Website erstellen lassen: Kosten & Preise 2026

Zusammenfassung
- Für kleine und mittlere Unternehmen liegen professionelle Websites in Deutschland typischerweise zwischen 1.500 und 8.000 € netto, je nach Umfang, Textarbeit und Funktionen.
- Der Preis wird fast nie von der Technik bestimmt, sondern von Seitenanzahl, Inhaltsproduktion und Abstimmungsaufwand.
- Rechnen Sie immer die Folgekosten mit: Hosting, Domain, Wartung, Sicherheitsupdates. Realistisch 150 bis 900 € pro Jahr.
- Die drei häufigsten Kostenfallen: unklarer Leistungsumfang, fehlende Texte und Bilder, sowie Nachträge für Dinge, die man für selbstverständlich hielt.
- Unsere eigenen Festpreise starten bei 1.299 € für einen OnePager und 2.499 € für eine mehrseitige Firmenwebsite – transparent kalkulierbar über unseren Website-Kosten-Rechner.
Warum es keine einfache Antwort gibt – und trotzdem klare Spannen
„Was kostet eine Website?" ist wie „Was kostet ein Auto?". Die Antwort hängt davon ab, was drin sein soll. Trotzdem lässt sich der Markt gut in Kategorien einteilen. Die folgenden Spannen sind Netto-Werte für den deutschen Markt und entsprechen dem, was wir in Angeboten und Kundengesprächen im Raum Bonn/Köln regelmäßig sehen. Sie sind Orientierung, keine verbindlichen Preise anderer Anbieter.
| Kategorie | Typische Preisspanne (netto) | Was Sie dafür bekommen | Für wen |
|---|---|---|---|
| Baukasten in Eigenarbeit | 0–300 € plus Ihre Zeit | Vorlage, selbst befüllt | Vereine, Nebenerwerb, Test |
| OnePager vom Profi | 1.200–2.500 € | Eine Seite, individuell gestaltet, mobil optimiert | Einzelunternehmer, klares Einzelangebot |
| Firmenwebsite (5–10 Seiten) | 2.500–6.000 € | Mehrere Leistungsseiten, Kontaktstrecke, SEO-Grundlagen | Die meisten KMU |
| Umfangreiche Website (15–30 Seiten) | 6.000–15.000 € | Regionalseiten, Blog, Konfiguratoren, Redaktionssystem | Wachstumsorientierte Betriebe |
| Shop oder Individualsoftware | ab 10.000 € | Warenwirtschaft, Zahlung, Schnittstellen | Handel, Plattformen |
Wichtig: Ein Angebot über 900 € und eines über 5.000 € beschreiben in der Regel nicht dieselbe Leistung. Der Unterschied liegt fast immer in Textarbeit, Fotografie, Struktur und Beratung – nicht darin, „wie schön" es am Ende aussieht.
Woraus sich der Preis tatsächlich zusammensetzt
Der übliche Denkfehler: Man glaubt, man bezahlt Design. Tatsächlich verteilen sich die Stunden in unseren Projekten etwa so:
| Posten | Anteil am Aufwand | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| Konzept und Struktur | 15–20 % | Zielgruppe, Seitenplan, Suchbegriffe, Nutzerführung |
| Texte | 20–30 % | Der mit Abstand meistunterschätzte Posten |
| Design | 15–20 % | Layout, Bildsprache, mobile Darstellung |
| Umsetzung | 25–30 % | Programmierung, Formulare, Technik, Rechtstexte einbinden |
| Tests und Feinschliff | 10–15 % | Geräte, Ladezeit, Barrierefreiheit, Korrekturschleifen |
Daraus folgt eine praktische Erkenntnis: Wenn Sie Texte und Bilder selbst liefern können, sparen Sie real Geld – oft 15 bis 25 % der Angebotssumme. Wenn Sie das zusagen und dann doch nicht liefern, verzögert sich das Projekt genau an dieser Stelle. Das ist in der Praxis der häufigste Grund für gescheiterte Zeitpläne.
Die laufenden Kosten, die im Angebot oft fehlen
Eine Website ist kein einmaliger Kauf, sondern hat Betriebskosten. Realistische Jahreswerte:
| Posten | Pro Jahr (netto) | Anmerkung |
|---|---|---|
| Domain | 10–30 € | .de-Domain, je nach Registrar |
| Hosting | 60–300 € | Statische Sites günstiger, WordPress teurer |
| SSL-Zertifikat | 0 € | Über Let's Encrypt bei praktisch jedem Hoster kostenlos |
| Wartung und Updates | 0–600 € | Bei WordPress zwingend, bei statischen Sites minimal |
| Inhaltspflege | nach Aufwand | Neue Seiten, Preise, Referenzen |
| Cookie- oder Consent-Tool | 0–150 € | Nur nötig, wenn Sie einwilligungspflichtige Dienste einsetzen |
Für eine typische KMU-Website landen Sie bei 150 bis 500 € pro Jahr. Wer das nicht einplant, hat nach zwei Jahren eine veraltete Website mit offenen Sicherheitslücken – der häufigste Grund für einen vorzeitigen und teuren Relaunch.
Die fünf häufigsten Kostenfallen
1. „Inklusive SEO" Steht in fast jedem Angebot und bedeutet meist: Titles und Beschreibungen werden gepflegt. Das ist SEO-Grundhygiene, keine Suchmaschinenoptimierung. Fragen Sie konkret nach, welche Leistungen gemeint sind.
2. Keine Definition von „Korrekturschleife" Zwei Schleifen klingt großzügig, bis klar wird, dass jede Änderung nach Freigabe einzeln abgerechnet wird. Lassen Sie festhalten, was eine Schleife umfasst und was danach kostet.
3. Bilder Stockbilder sind lizenzpflichtig. Wenn niemand geklärt hat, wer die Lizenz besitzt, kann das im Streitfall teuer werden. Ein professionelles Fotoshooting kostet je nach Umfang meist 400 bis 1.500 € – ist aber der sichtbarste Qualitätsunterschied gegenüber der Konkurrenz.
4. Rechtstexte Impressum, Datenschutzerklärung und – bei Verbrauchergeschäft – Widerrufsbelehrung sind Pflicht. Agenturen dürfen sie technisch einbinden, aber keine Rechtsberatung leisten. Kalkulieren Sie einen Generator (ab ca. 10 € pro Monat) oder anwaltliche Prüfung ein.
5. Eigentum an Website und Domain Klären Sie schriftlich, wem Domain, Quellcode und Zugänge nach Projektende gehören. Wenn die Domain auf die Agentur läuft, wird ein späterer Wechsel unangenehm. Wir übertragen Domains und Zugänge grundsätzlich auf den Kunden.
Baukasten, Freelancer oder Agentur – ehrlicher Vergleich
| Kriterium | Baukasten | Freelancer | Agentur |
|---|---|---|---|
| Einstiegspreis | sehr niedrig | mittel | höher |
| Ihr Zeitaufwand | sehr hoch | mittel | niedrig |
| Individualität | begrenzt | hoch | hoch |
| Verfügbarkeit bei Ausfall | – | Risiko | abgesichert |
| SEO-Tiefe | Basis | abhängig von Person | meist systematisch |
| Sinnvoll wenn | Budget unter 500 €, Zeit vorhanden | klarer Umfang, Sie können mitarbeiten | Website soll Anfragen bringen |
Unsere ehrliche Einschätzung: Wenn Ihre Website nur eine digitale Visitenkarte sein soll und Sie technisch fit sind, ist ein Baukasten in Ordnung. Sobald die Website Anfragen erzeugen soll, rechnet sich professionelle Arbeit meist ab dem ersten gewonnenen Auftrag – bei einem durchschnittlichen Auftragswert von 2.000 € reicht ein einziger zusätzlicher Kunde, um einen OnePager zu refinanzieren.
Ausführlicher haben wir das hier verglichen: Website erstellen lassen oder selbst machen?
Wie ein seriöses Angebot aussieht
Fordern Sie diese sieben Punkte schriftlich an – sie trennen belastbare Angebote von Überraschungspaketen:
- 1Seitenanzahl und welche Seiten konkret gemeint sind
- 2Wer Texte liefert und wer Bilder besorgt
- 3Anzahl und Umfang der Korrekturschleifen
- 4Technische Basis – Baukasten, WordPress oder individuelle Umsetzung
- 5Was nach Übergabe passiert – Wartung, Support, Reaktionszeiten
- 6Laufende Kosten pro Jahr, aufgeschlüsselt
- 7Rechte und Zugänge – wem gehört was nach Projektende
Wenn ein Anbieter bei Punkt 7 ausweicht, ist das ein Warnsignal.
Unsere Preise – zur Einordnung
Wir arbeiten mit Festpreisen, damit Sie vor Projektstart wissen, was am Ende auf der Rechnung steht:
| Paket | Preis (netto) | Passend für |
|---|---|---|
| Starter (OnePager) | ab 1.299 € | Einzelunternehmer, ein klares Angebot |
| Basic | ab 2.499 € | Mehrseitige Firmenwebsite |
| Standard | ab 3.999 € | Mehrere Leistungen, Blog, SEO-Struktur |
| Premium | ab 7.499 € | Umfangreiche Sites mit Regionalseiten |
Hosting und Betrieb starten bei 120 € pro Jahr. Die Zahlung läuft standardmäßig in zwei Raten: 50 % bei Auftragserteilung, 50 % nach Abnahme. Eine detaillierte Kalkulation für Ihren Fall bekommen Sie in zwei Minuten über unseren Website-Kosten-Rechner oder in der Preisübersicht.
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Weiterführende Inhalte
- Website-Kosten 2026: Was kostet eine Website?
- Webdesign-Agentur finden: 12 Kriterien
- WordPress vs. Custom Code im Vergleich
- Hosting-Vergleich für lokale Dienstleister
- Webdesign in Bonn und Webdesign in Köln
Hinweis: Alle genannten Preise sind Nettobeträge und Marktbeobachtungen mit Stand 2026. Sie ersetzen keine individuelle Kalkulation. Aussagen zu Impressum, Datenschutz und Widerrufsrecht sind allgemeine Hinweise und keine Rechtsberatung.
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